Über uns!


Foto: Matthias Metzler, unser Besuch bei Matthias und Britta Metzler und Aamun, gen. Jamie.
Die Wiedersehensfreude war riesig!

Über uns!
Gar nicht so einfach sich selbst darzustellen. Ich versuche es trotzdem einmal.
Wir, das sind mein Göttergatte Matthias, unser Sohn Joshua und meine Wenigkeit, genannt Mama oder Michaela.
Wir wohnen in dem ca. 2000 Seelen Dorf Dungelbeck, das zur Eulenstadt Peine gehört. Weil wir uns in dieser kleinen, hübschen und überschaubaren Stadt sehr wohl fühlen entschlossen wir uns im Jahr 2006 unsere Sheltiezucht den Namen Eulen Stadt Shelties zu geben, übersetzt:
Owl Town Shelties.

1997 haben wir uns einfallen lassen hier unser Traumhaus zu kaufen. Ein altes Fachwerkhaus, mitten im alten Dorfkern von Dungelbeck, mit kleinem Garten. Allerdings ein stark sanierungsbedürftiges Häuschen. Unsere Nachbarn und die Leutchens aus dem Dorf dachten stellenweise wir würden es wohl abreißen weil hier ein Container nach dem nächsten auf dem Hof stand. Die Zeit ist inzwischen absehbar wann wir endlich mit den aufwändigen und arbeitsintensiven Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten fertig werden.
Fast zumindest.

Darüber freuen nicht nur wir uns, sondern auch unsere Nachbarn, die doch den ganzen Dreck und Krach mit ertragen haben.

Liebe Nachbarn, solltet ihr uns hier auf dieser Seite besuchen so möchten wir Euch mal ein ganz lautes und herzliches DANKESCHÖN sagen.

Zu unserer Familie gehört unser Sheltie Carlo und unsere drei Sheltiemädels Rayca, Xactly You, gen. "Lilly" und Lilly's Tochter Chili, gen. Chi (sprich: Tschie), ein paar Fische im Haus und auch außer Haus.

Wie wir auf den Hund kamen
Ich selber bin von Kindesbeinen an mit Hunden aufgewachsen, überwiegend große Rassen und brachte so die Voraussetzung mit sagen zu können: Ich hab Hundeerfahrung. 1986 zog mein erster eigener Hund zu uns.

Unsere Candy! Ein Mix aus Schäferhund und Gordensetter.
Als sie zu uns kam war sie bereits ca. 9 Monate alt und hatte eine schreckliche Vergangenheit hinter sich. Sie war vorher bereits 5 mal vermittelt. Aus den unterschiedlichsten Gründen wurde sie immer wieder abgegeben. Und das innerhalb ihrer ersten 6 Lebensmonate!

Eine befreundete Afghanenzüchterin, die damals aktiv im Tierschutz arbeitete, rief mich irgendwann an und erzählte mir von Candy. Die Hündin war aus dem Tierschutz bei ihr gelandet und sie suchte dringend ein neues Zuhause für die junge Hündin. Candy abgeben, an Hundeanfänger, war nicht mehr möglich, sie war stark verhaltensgestört. Kein Wunder bei der, für einen jungen Hund, so schlimmen Vorgeschichte mit immer wechselnden Familien! Spontan entschloss ich mich sie zu uns zu holen.

Mit meinem ehemaligen Verlobten (mein Mann Matthias) konnte ich nichts besprechen da er bei der Marine war und zu diesem Zeitpunkt auf See schipperte. Also habe ich noch kurz mit meinem Vermieter geklärt was er zu einer spontanen Hundehaltung sagt, für den Fall der Fälle habe ich mich mit einem Hundesitter abgesichert und meinen Chef, der selbst ein Hundenarr war, so ganz kurzfristig um meinen Jahreurlaub gebeten.

Dann kam Candy!
Ich habe knapp zwei Jahre gebraucht um aus einem überaus ängstlichen Hund, mit allen Verhaltensauffälligkeiten die man sich nur denken kann, einen ruhigen und freundlichen Familienhund zu machen. Wir waren sehr traurig weil sie gar kein Vertrauen zum Menschen hatte und immer in Angst war, bei den kleinsten, schnellen Bewegungen anfing zu zittern und sich verkroch.
Prägung und Sozialisierung hatte sie scheinbar nie erfahren, zumindest nicht im positiven Sinne. Ich habe oft innerlich verzweifelt weil sie am Anfang keine Fortschritte machte, kaum Vertrauen aufbaute und über einen ausgeprägten Zerstörungssinn verfügte, kaputte Schuhe, ausgeräumte Schränke, zerfetzte Sessel oder Sofas u.s.w. waren an der Tagesordnung.
Der Schaden war heftig.
Ohne Leine laufen ging gar nicht. Sowie die Leine ab war war sie auf der Flucht. Wir konnten vorher noch soviel gekuschelt und gespielt haben, sie lief trotzdem weg. Und wehe sie sah ein Kaninchen im Feld. Das Erste was sie unterwegs tat, sobald die Leine ab war, sie nahm Witterung auf und dann ab durch die Hecke bezw. übers Feld. Sie hatte einen stark ausgeprägten Jagdtrieb.
Und Candy blieb weg.
Kein Leckerlie, selber wegrennen oder lautes freundliches Rufen hat geholfen. Candy kam erst wieder wenn sie es wollte. Diese Eigenheit konnte ich ihr all die Jahre nicht abgewöhnen.

Im Laufe der Zeit entwickelte sie Vertrauen zu uns, sie wurde ruhiger. Sie lernte dann sehr schnell, hörte aufs Wort und von Anfang an auch auf Handzeichen. Damals wurde noch nicht so viel mit Handzeichen gearbeitet, heute ist es in der Hundeausbildung eine Selbstverständlichkeit Wort- und Sichtzeichen zu kombinieren.
Damals waren auch viele "Hundekenner" der Meinung das mein Hund eine scharfes und lautes Wort brauchen würde und ab und zu mal den Hund ordentlich durchtrimmen sollte ich am Besten auch, damit er weiß wer der Herr ist.

Davon habe ich DAMALS nichts gehalten und HEUTE finde ich es immer noch schrecklich wenn Hundehalter der Meinung sind ihre Hunde anschreien oder sogar schlagen zu müssen.
Wenn unsere Hunde zu laut sind oder kommen sollen wird kurz gepfiffen und dann sind sie sofort bei uns.

Candy war nach ihrer Ausbildung der tollste Hund überhaupt. Ich könnte Romane mit Anekdoten schreiben.
Sie hat ihr Vertrauen zum Menschen wiedergefunden und hat so manche ziehenden Kinderhände geduldig ertragen.

meine Hündin Candy Ihre letzten zwei Lebenjahre war sie sehr krank und am 15. April 1999 haben wir sie von ihren Leiden erlösen lassen. Sie konnte kaum noch stehen, fraß nicht mehr und hatte große Schmerzen.
Der Glanz aus ihren Augen verschwand. Der Schmerz war riesig, für uns alle, selbst heute noch treibt es mir die Tränen in die Augen wärend ich dies hier schreibe. Sie fehlt mir und ich vermisse sie. Sie wird immer in unserem Herzen und Gedanken sein.
Unsere Candy!

Danach wollte ich nie wieder einen Hund haben!

Aber es kam anders
Zwei Jahre nach Candy's Tod wollte unser Sohn wieder einen Hund, Joshua war damals 6 Jahre alt. Ich sagte Nein!
Er gab aber nicht auf und auch mein Mann stimmte in den Hundebettelgesang mit ein.
Ich sagte immer noch Nein!
Allerdings hatte ich nicht mit dieser Beharrlichkeit meiner beiden Jungs gerechnet und so machten sie mir mit vielen Argumenten klar dass wieder ein Hund in unsere Familie soll.
OK! Aber ich suche die Rasse aus!
Denn ich bin die, die sich hauptsächlich um den neuen Vierbeiner wird kümmern müssen. Und ich wollte einen Hund bei dem man das Wesen des Hundes, das auch in Rassestandarten beschrieben wird, zumindest einigermaßen genau vorraussagen konnte.
Also wurden zuerst allerhand Bücher über Rassehundebeschreibungen durchgelesen, danach wurde monatelang das Internet durchforstet. Mehrere Rassen kamen für uns in Frage. Ein Sheltie war aber nicht dabei!
Ich hatte mich hauptsächlich auf große Hunderassen konzentriert bis mir Joshua mit Bestimmtheit sagte dass auch er mit "SEINEM" Hund laufen gehen will. Mir war klar, daß ein großer Hund dann doch nicht der richtige Hund sein kann. Denn ein Kind kann keine 30 bis 40 kg halten.
Also ging die Suche nach der richtigen Rasse für unsere Familie wieder von vorne los.
In unserem Freundes- und Bekanntenkreis wußte man inzwischen von unserer Hundesuche und so meinte eines Tages eine Bekannte ein Sheltie wäre genau der richtige Hund für uns.

Ein Sheltie?
Hatte ich zwar schon gehört aber mich mit dieser Rasse auseinandergesetzt hatte ich mich nicht. Neugierig geworden, durchblätterte ich wieder die Internetseiten und las auch die Rassebeschreibung zum Sheltie.
Was da so stand fanden wir beeindruckend und hat uns allen auf Anhieb gefallen.
Danach haben wir angefangen uns Züchterseiten anzusehen.
Uns allen war klar das wir nur einen Hund aus einer kontrollierten Zucht haben wollten. Wir wollten wissen wer die Eltern des Hundes waren, wie gesund sie sind und wie sie aufwachsen und geprägt werden. Und ein guter Kontakt zum Züchter war uns wichtig. Wir wollten einen Ansprechpartner haben, denn diese Rasse war für uns ja Neuland. Der Welpe sollte in der Züchterfamilie aufwachsen und und und und und.

Unser Anspruch war sehr hoch. An den Züchter und die Zuchtstätte. Alles mußte genau stimmen.
Wir haben uns dann mehrere Züchter angesehen.
Ach ja, und wir hatten uns entschieden wieder eine Hündin zu nehmen und zobel sollte sie sein.

Aber wie es manchmal so ist, kommt es oft nicht so wie man es sich vorstellt.
Wir besuchten mehrere Zuchtstätten und fuhren auch bei Ute Freitag vorbei
vom Zwinger "of Atocha", sie hatte einen Wurf liegen. Ein zobelfarbenes Mädchen war zwar dabei aber diese kleine Maus war schon vergeben. Frau Freitag schickte uns, nach einer kurzen telefonischen Anmeldung, zu Bettina Köhler und ihren Shelties from Spirit of Shetland. Ich hatte auch ihre Webseite vorher besucht und wußte das der tricolour Rüde Carlo noch nicht vermittelt war. Wir sind trotzdem hingefahren. Dann würden wir eben auf den nächsten Wurf warten, denn einen Rüden wollten wir ja nicht.

Aber gucken kann man ja mal und viele Fragen hatten wir auch noch.
Wir wurden, trotz der Kurzfristigkeit, sehr herzlich empfangen. Der Funke sprang sofort über. Bettinas Kinder sind im gleichen Alter wie unser Joshua, der Herr des Hauses Köhler ist auch zur See gefahren und wir beiden Weiber hatten uns auch gleich ganz viel zu erzählen.
Man sagt wohl dazu: Wir waren auf einer Wellenlänge ;-)
Und dann war da ja auch noch Carlo!
Das er niedlich ist wußte ich ja schon vorher von der Homepage aber ich wußte auch dass alle Hundebabys süß sind aber das wir uns in ihn verlieben würden damit hatten wir nicht gerechnet. Bei der Verabschiedung war uns klar, dass wir bei dieser netten Züchterin unseren ersten Sheltie würden kaufen wollen. Nicht nur die Menschen haben uns gefallen, auch die Hunde und es war sauber in der Wohnung, obwohl gerade ein paar Welpen durch die Räume wuselten (wir hatten auch schon Anderes erlebt). Alles war so wie wir es uns gewünscht hatten. Bereits im Auto, aber noch immer vor dem Haus der Züchterin, fragten wir uns warum eigentlich keinen Rüden?
Wir haben alle Argumente für oder gegen einen Rüden hin und her geschoben und fanden keinen wirklich vernünftigen Grund doch einen Rüden zu nehmen.
Aber nicht irgendeinen, wir wollten Carlo.
Zuhause angekommen und nach ein paar Gedenkminuten haben wir Bettina angerufen und gefragt ob wir Carlo bekommen dürften. Sie hatte kein Problem mit uns und wir würden Carlo bekommen. Die Freude war riesig.

Also zog nach ein paar Wochen Carlo bei uns ein.

Wir waren beeindruckt von diesem kleinen Hund. Alles was man in Rassebeschreibungen zum Wesen des Shelties lesen konnte stimmte punktgenau.
Am meisten beeindruckte mich wie anhänglich dieser kleine Hund war, er folgt uns wie ein Schatten. Eine Leine beim Spaziergang? Braucht man nicht wirklich! Und die Geschwindigkeit mit der diese kleinen Hunde lernen erstaunt mich immer noch.

Nun sind wir also Hundeeltern und möchten Carlo nicht mehr missen.
Im folgenden Jahr hatte Bettina wieder einen Wurf, mit zobelfarbenen Hündinnen ;-))
Mein Mann war der, der meinte das wir doch noch Platz für ein Mädchen hätten. Nach einigen Diskussionen haben wir Bettina angerufen und nachgefragt ob wir noch ein Mädel bekommen könnten. "Leider Nein" war die Antwort.
Alle Welpen waren bereits vermittelt. Ausserdem hatte sie Bedenken weil wir ja schon unseren Carlo hatten. Hündin und Rüde zusammen könnte ja Welpen geben.

Mal selber Nachwuchs haben? Selber züchten?
Hmmm.......... ist ja eine Idee und vor allem ein Kindheitstraum von mir gewesen.
Aber wenn dann richtig!

Was kontollierte Zucht bedeutet wußte ich bereits und einfach nur "vermehren" wollte ich nicht. Also habe ich mich informiert was ich alles machen und lernen muß um selber züchten zu dürfen.
Die hohen Anforderungen, die ich als Welpenkäufer an meine Züchter gestellt hatte, sollten selbstverständlich auch für mich gelten. Wir haben uns also auf die Suche gemacht um einen anderen Züchter zu finden, der zobelfarbene Sheltiemädchen hat. Wir sind schließlich bei Rita und Hubert Möllers, aus Münster, vom Zwinger "von Monasteria" gelandet. Dort haben wir unsere freche Rayca bekommen.

In der Zwischenzeit wurde ich Mitglied im Club für Britische Hütehund e.V. der Landesgruppe Niedersachsen, habe Zucht betreffende Sachkunde bei den Clubabenden erfahren, zusätzliche kynologische Seminare besucht, kiloweise Fachbücher gelesen, Sachkundenachweise (die ich als Züchter im VDH nachweisen muß!) gesammelt und knapp zwei Jahre später, im Februar 2007, bestand ich erfolgreich meine Züchterprüfung.
Unser Zwingername Owl Town's wurde bereits 2006 international FCI geschützt.

Und wie es so ist: Shelties machen süchtig!
Wir waren und sind sheltiefiziert ;-)
Sie sind wie Kartoffelchips oder leckere Kekse............. nur einer reicht selten.
Ein Sheltie bleibt selten nur ein Sheltie, manchmal werden ganz schnell daraus erst zwei und dann drei Shelties. Im Juni 2007 zog unsere blue-merle Hündin Xactly You from Shamrock River , genannt "Lilly", bei uns ein. Aus Lilly's ersten Wurf 2009 haben wir, völlig ungeplant, ihre Tochter Chili bei uns behalten.

Und zum Schluss
Im April 2008 hat unsere Hündin Rayca, fünf gesunden Sheltiewelpen das Leben geschenkt und uns damit unseren ersten Wurf. Wir freuen uns seitdem auf die aufregende Welpenzeit.

Zur Züchterin ist es ein langer Weg.
Man muß viel Liebe, Verantwortung, Sachverstand und Zeit investieren (von den Kosten reden wir mal lieber nicht). Vorher und nachher. Aber man muß als Züchter auch bereit sein auf vieles zu verzichten.

Unsere Shelties sind in allererster Linie für uns Familienhunde, Begleiter unseres Lebens, die unseren Alltag mitbestimmen und gestalten und durch die wir ab und zu miterleben dürfen wie Sheltiewelpen geboren werden, heranwachsen und sich entwickeln.
Als Welpeninteressent sollten sie Verständnis dafür haben, dass wir nicht immer und jederzeit erreichbar sind, dass wir eine ganz normale Familie mit Hunden sind, die auch viel mit ihren Hunden unterwegs ist.
Wir hatten hohe Anforderungen an die Zuchtstätten, in denen wir unsere Shelties gekauft haben, haben hohe Anforderungen uns selber und unserer Zucht gegenüber und bitten Sie Verständnis dafür zu haben dass wir auch hohe Anforderungen an unsere Welpenkäufer stellen. Wir möchten dass unsere Welpen in ihren neuen Familien auch alt werden dürfen, ein "Zuhause bis zum Schluss" bekommen.

Denn ein Leben, wie es unsere Candy hatte, bevor sie zu uns kam, möchten wir unseren Hunden und den von uns mit viel Sachverstand, Herzschmerz und Liebe aufgezogenen Welpen ersparen.

Und ganz zum Schluss möchte ich auf diesem Wege Bettina Köhler danken, die mich in all der Zeit, die wir uns nun schon kennen, begleitet hat und mir eine liebe und wichtige Freundin geworden ist.
Danke Bettina!
Und auch Danke an unsere Männer, die Verständnis dafür haben das wir ständig am Telefon hängen und ein ganz großes Dankeschön an meinen Mann Matthias, der mich in meinem Vorhaben züchten zu wollen unterstützt hat und dieses Hobby auch immer noch unterstützt, nicht meckert weil ich schon wieder im Internet oder am Telefon hänge oder meine Nase in Fachbücher stecke. Der mit mir zu den Ausstellungen fährt (mein hauseigener Chauffeur) und auch schon mal selber gerne in den Ring geht weil ich dort so ein nervöser Hibbelkopp bin. Und nicht zu vergessen auch ein Dankeschön an meinen Sohn Joshua. Ohne seine Bettelei hätten wir heute nicht diese wundervollen Shelties in unserer Familie. HDL Joshua

Michaela Böcker



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